Kurzübersicht: Retroperitoneale Fibrose (Morbus Ormond)
Was ist Morbus Ormond?
Morbus Ormond ist eine seltene, chronisch-entzündliche Erkrankung. Dabei bildet sich hinter dem Bauchfell vermehrt festes Bindegewebe, meistens rund um die große Körperschlagader. Dieses Gewebe kann einen oder beide Harnleiter einengen und dadurch den Urinabfluss aus den Nieren behindern.
Mögliche Ursachen
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- Häufig bleibt die genaue Ursache unbekannt. -
- Ein Teil der Fälle kann mit einer IgG4-assoziierten Erkrankung zusammenhängen. -
- Seltener kommen Medikamente, Infektionen, Tumorerkrankungen, Operationen oder Bestrahlungen als Auslöser infrage.
Typische Beschwerden
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- dumpfe Rücken-, Bauch- oder Flankenschmerzen -
- Übelkeit, Müdigkeit und allgemeines Krankheitsgefühl -
- Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust -
- verminderte Urinmenge -
- geschwollene Beine -
- erhöhter Blutdruck
Ein länger bestehender Harnstau kann die Nieren dauerhaft schädigen und bis zum Nierenversagen führen.
Diagnose
Zur Abklärung dienen insbesondere:
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- Blut- und Urinuntersuchungen -
- Kontrolle der Nierenwerte und Entzündungswerte -
- Ultraschall der Nieren -
- Computertomografie oder Magnetresonanztomografie -
- gegebenenfalls eine Gewebeprobe zum Ausschluss anderer Erkrankungen
Behandlung
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- Bei einem Harnstau muss zunächst der Urinabfluss gesichert werden, beispielsweise durch eine Harnleiterschiene oder Nierenfistel. -
- Die Entzündung wird häufig mit Kortison behandelt. -
- Je nach Verlauf können weitere Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems eingesetzt werden. -
- Eine Operation kann erforderlich sein, wenn die Harnleiter dauerhaft eingeengt sind. -
- Regelmäßige Kontrollen sind wichtig, weil die Erkrankung erneut auftreten kann.
Wichtig: Neu auftretende starke Flankenschmerzen, deutlich weniger Urin, Fieber, Erbrechen oder Wassereinlagerungen sollten unverzüglich ärztlich abgeklärt werden.
Diese Übersicht ersetzt keine persönliche Untersuchung oder Behandlung. Quellen: Orphanet, Urologische Stiftung Gesundheit.